Blog: Stadtbrauerei De Koninck revisited

<div id="cke_pastebin"> Die Stadt ist wieder um eine Attraktion reicher. Brauerei De Koninck &ouml;ffnete im September seine &nbsp;brandneuen T&uuml;ren. Die kulinarische Bloggerin Marlies Beckers machte sich auf eine Erkundungstour durch dieses multimediale, interaktive Museum.&nbsp;</div>

 

Die vielen Gesichter der Stadt

Das Gebäude, das im Jahr 1833 als Brauerei „De Hand“ errichtet wurde, ist im Jahr 2015 hipp und trendy. Das sieht man sofort an den knallroten Buchstaben, die wie Kunst an Wänden, Fenstern und Türen prangen. Der Eingang, der als roter Container gestaltet ist, ist ein Verweis auf den Hafen. Noch etwas, worauf Antwerpen stolz sein kann. Und das ist noch nicht alles. Mehrere Filme von unbekannten Einwohnern oder Besuchern von Antwerpen erzählen mir die Highlights unserer „Keksstadt“ (obwohl es hier keine Kekse und Schokolade gibt). Antwerpen ist ein Synonym für Kultur, Kreativität, Diamanten und Hafen. Sie zieht Studenten, Shopper und Städtetouristen an. Das Konzept ist klar. Brauerei De Koninck ist untrennbar mit der Stadt verbunden.
 

Besonders lehrreich

Ab hier dringe ich tiefer in das Innere der Brauerei ein. Der rote Hausstil ist im wahrsten Sinne des Wortes ein roter Faden durch das Gebäude. Jeder Raum ist vollkommen anders eingerichtet und erzählt eine ganz eigene Geschichte. Ich fühle mich wie Alice im Wunderland. Nach einem Film über die Geschichte der Brauerei tauche ich in ein „Bollekes“-Glas ein. Richtig. Der Raum besteht aus gewölbten Spiegeln und die Decke ist mit umgekehrten „Bollekes“-Gläsern bestückt. Auf einem großen Bildschirm redet Bierkenner Ray Cokes über die verschiedenen Arten von Biergläsern. Gleichzeitig werden die wichtigsten Biere der Brauerei Revue passiert. Denn täuschen Sie sich nicht, Brauerei De Koninck ist viel mehr als nur das „Bolleke“.
 
Ich schalte einen der Bildschirme ein, die sehr praktisch in Nachbauten von Reifekesseln angeordnet sind. Ich kann zwischen Niederländisch, Französisch, Englisch oder Deutsch wählen. Ein sympathischer rothaariger Mann (Coincidence? I think not!) erzählt mir alles über das Brauverfahren. Dank des leicht verständlichen Sprachstils verstehe ich nun endlich den Unterschied zwischen Malz, Gerste und Würze.
 
Der hämmernde Rhythmus verrät, dass ich den Abfüllraum betrete. Anhand eines Films über die verschiedenen Schritte lerne ich, wie eine schmutzige Flasche gereinigt, etikettiert und erneut befüllt wird. Lang lebe das Flaschenpfand! 
 
Das Bier ist fertig und abgefüllt. Jetzt erfolgt die Auslieferung. Ein alter, knatternder Lieferwagen steht schon bereit. Ich nehme hinter dem Lenkrad Platz und drücke auf den roten Knopf. Das Auto setzt sich Bewegung und ich rase wie in echt durch die ganze Stadt. Die Bilder auf der Windschutzscheibe führen mich von Zurenborg in das Herz von Antwerpen.
 
Und jetzt gehen wir etwas trinken, aber nicht wirklich. In einer authentischen Kneipe von vor zwei Jahrhunderten entbrannt eine hektische Diskussion zwischen allen ehemaligen Eigentümern und dem jetzigen Geschäftsführer Michel Moortgat. Jede Figur befindet sich jedoch sicher in ihrem Gemälde. Es erinnert an Harry Potter und hat dennoch nichts Kindisch an sich. Auf den runden Holztischen liegen Karten und stehen leere Gläser und das Klavier spielt „De Lichtjes van de Schelde“ („Die Lichter der Schelde“). Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen.
 
Auf dem Weg zum Verkostungsraum bekomme ich einen Einblick in die Käsemeisterei Van Tricht. Ich kann buchstäblich von oben nach innen in ihre meisterhaften Reifekammern blicken. Das Handwerk der Käsemeisterei ist auf stilvolle Weise mit der Brauerei verbunden. An den Fenstern lese ich Tipps und Kombinationen von Käse und Bier. Ich befinde mich jetzt im Herzen der Brauerei. Links und rechts starre ich auf die Fermentations- und Reifekessel. Anhand eines Modells („Maquette”) erfahre ich alles über die verschiedenen Schritte.
 
Nach dem Film Moving Antwerp werde ich von Informationen über die verschiedenen Produkte und älterer Propaganda der Brauerei überflutet.
 

„Schol“! Bitte nachfüllen!

Zeit um meine Durst zu löschen. Mit Hilfe der „Bier me!“-App entdecke ich mein Lieblingsbier: Triple d’Anvers. Das bestelle ich gleich im Tausch gegen meine Eintrittskarte. Erfrischend und sauer. Während ich in Ruhe das Bier im Verkostungsraum genieße, der nur für Museumsbesucher zugänglich ist, aktualisiere ich mein #brewfie. Und ja, dieses Wort gibt es tatsächlich. Ich kann das Foto auch auf einer Website hochladen und im Shop ausdrucken. Das Geschäft ist ein Walhalla an coolen Goodies von und über die Brauerei. Von Skateboards bis hin zu Babystramplern. Tolle Geschenkideen.
 
Dank des frischen Stils, des problemlosen Zugangs zu Informationen und der abwechslungsreichen Dekoration ist ein Besuch der Brauerei besonders lehrreich. Es ist ein perfekter Ausflug für Unternehmen und sogar Schulen.
 
Seit der Eröffnung empfängt die Brauerei De Koninck durchschnittlich 100 Besucher pro Wochentag. Am Wochenende steigt die Besucherzahl auf 400 pro Tag. Die Besucher sind eine Mischung aus Jung und Alt, Firmen, Privatpersonen und Studenten.
 
Die Anlage soll eine kulinarische Ministadt bilden. Schokoladenhersteller Jitsk lädt schon zum Probieren ein; im Käseladen der Käsemeisterei Van Tricht, in der Metzgerei van De Laet & Van Haver sowie im Restaurant The Butcher’s Son braucht man noch etwas Geduld. 
 

Praktische Informationen:

 

Wussten Sie schon, dass..?




Oktober 2015

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