Das Gotische Antwerpen – 14. bis 16. Jahrhundert

Jeder technische Fortschritt führt große Kunst in seiner Heckwelle. So ermöglicht es die Erfindung des Spitzbogens, höher zu bauen: Die Gotik ist geboren. Mit ihren senkrechten Linien und himmlischen Gewölben besingt dieser Stil die göttliche Glorie und das menschliche Können. Ein kleiner virtueller Trip durch das gotische Antwerpen. 

 

Göttliche Gotik

Die Spitzbogentechnik lässt es zu, höher zu bauen, und das übersetzt der prunklustige Antwerpener in kirchliche Grandeur. Die Onze-Lieve-Vrouwekathedraal (Unsere-Liebe-Frau-Kathedrale), Sankt-Jakobs-, Sankt-Paulus- und Sankt-Andreaskirche sind absolute Stilwunder. Auch weltliche Gebäude erreichen gotische Höhen. Das Vleeshuis, damals Gildehaus und Fleischhalle, beherbergt nun ein Museum. Schauen Sie bei Ihrem Besuch auf jeden Fall nach oben zu den himmlischen Hallengewölben.

Steinerne Spitzen

Typisch für die gotische Fassade ist der Dreipass: 3 überlappende Kreise in einem Dreieck.Das älteste Kleemotiv finden Sie an der Stoelstraat 11, dem einzigen übergebliebenen Holzhaus in Antwerpen. Die Cluyse am Oude Koornmarkt 26 und Hof van Liere an der Prinsstraat 33 sind steinerne „Dreipassperlen“.

Pagadder-Türme

Auf dem Hinterhof der Hofstraat 15 finden Sie einen prächtigen Pagadder-Turm. Von den 41 Häusern mit Haustürmen bleiben heute noch 9. Über diese Türme floss schon viel Tinte. Sie sollten auf einen „Zöllner“ (Tolheffer) oder „Zahler“ (Pagador) verweisen. Oder auf die Kinder („Knirpse“), die dort auf Ausguck nach Schiffen stehen. Aber wahrscheinlich kommt der Name von den Neureichen, für die der Turm ein Statussymbol war. Der Nachwuchs von Antwerpener und eingewanderten Händlern wurde spottend Pagadder genannt.

Treppengiebel

Obwohl als Stilform älter, ist der Treppengiebel im gotischen Antwerpen beliebt. Die Giebel auf der Stadtwaage (Stadswaag), in der Prins- und Heilige Geeststraat sind wirklich einen Abstecher wert. Schauen Sie sich den Giebel vom Café De Pelgrom wegen seines typisch Antwerpener Dreilichts an: Eine Tür mit Fenster an der Wetterseite, in der Höhe des Dachbodens.

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Hauptbahnhof

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der Welt.

Vlaeykensgang

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Der geheime Vlaeykensgang stammt aus dem Jahr 1591 und verbindet die Hoogstraat, den Oude Koornmarkt und die Pelgrimstraat miteinander. Wenn Sie durch das Tor am Oude Koornmarkt 16 gehen, befinden Sie sich plötzlich in einer ganz anderen Zeit. Früher wohnten in diesem Gässchen die Schuhmacher, die die Notglocke der Kathedrale läuten mussten, und die Ärmsten der Stadt. Jetzt finden Sie hier Antiquitätengeschäfte, Kunstgalerien und das exklusive Restaurant Sir Anthony Van Dyck. Es herrscht dort eine intime Atmosphäre. Das Gässchen ist auch ein beliebter Ort, um den im Sommer stattfindenden Glockenspielkonzerten zuzuhören.

Der Fußgängertunnel

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Der Sint-Annatunnel – oder Fußgängertunnel, wie die Antwerpener ihn nennen – wurde im Jahr 1933 eröffnet. Sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite des Ufers kann man den Tunnel noch immer über die authentischen Rolltreppen, die bei der Eröffnung etwas Einzigartiges waren, betreten.

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Wer das mittelalterliche Antwerpen entdecken möchte, muss an Giebeln und Fassaden vorbeigehen und Gebäude anschauen dürfen. Spuren der frühesten Stadt am Strom enthüllen sich vor allem den alerten Detektiven – auch in Straßennamen und Stadtplänen.

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