Blog: Bierleidenschafts-wochenende

Der Groenplaats in Antwerpen summte am vergangenen Wochenende vor Bierliebhabern. Biersommelier Ben Vinken stampfte zum 16. Mal das endg&uuml;ltige Wochenende der Bierleidenschaft (&bdquo;Bierpassieweekend&ldquo;) aus dem Boden. Aber gut und gerne 50 Brauereien machten bei dem sch&ouml;nen Wetter mit; gl&uuml;cklicherweise gab es &uuml;ber 170 Spezialbiere, um den Durst zu l&ouml;schen.<br />

 

Vielfältiges, hippes Publikum

Diese Idee entkräftet Ben sofort. „Frauen haben mehr Geschmackspapillen als Männer und schmecken dadurch bedeutend besser. Jahr um Jahr sehen Sie auch mehr Frauen auf unserem Fest auftauchen. Wir setzen deshalb auch alles daran, um es ihnen so angenehm wie möglich zu machen.” In der Tat, sogar die Gläser sind Weingläsern verdächtig ähnlich.
 
Was mir sofort auffällt, ist die Vielfalt des Publikums. „Das Publikum wird ständig jünger”, erzählt mir Ben. „Es gibt mehr Aufmerksamkeit für Spezialbiere, über die sozialen Medien.” Dass Bier hip ist, beweisen auch die zahlreichen Bierfotos, die mein Instagram-Feed an sich bringt. „Da die Nachfrage zunimmt, entwickeln immer mehr kleine Brauer neue Spezialbiere. Großbrauereien stellen sogar Brand Ambassadors („Markenbotschafter“) an, um passende Biere in Menüs von mit Sternen ausgezeichneten Lokalen zu integrieren. Eine fantastische Wendung! Man wird nun zumindest nicht mehr ausgelacht, wenn man ein Bierchen im Restaurant bestellt.”
 

Alle an den Hopfen!

Es stehen dieses Jahr gut und gerne 34 neue Biere auf der Probierliste des „Wochenendes der Bierleidenschaft“ (Bierpassieweekend). Diese dauernde Erneuerung lockt auch viele Ausländer auf das Fest. Die Polen Kristof und Radoslaw kommen speziell aus Amsterdam angereist. Für sie kein Heineken, sondern am liebsten Bier von „handwerklichen Brauern“ (Craft Brewers). Ben erklärt: „Ein Begriff, der aus den USA herübergeschwappt ist. Das sind kleine, unabhängige Brauer, die auf handwerkliche Art und Weise Biere erschaffen. Damit bewirken die Amerikaner einen Unterschied zu den geschmacklosen, industriell hergestellten Bieren. In den Vereinigten Staaten hat die älteste Brauerei kaum 30 Jahre auf dem Zähler stehen, bei uns sind das 300. Die handwerklichen und die industriellen Brauer sind in Belgien durch die Zeit hin mehr miteinander verschmolzen.”
 
Müssen wir uns dann vor den Vereinigten Staaten fürchten? „Ganz und gar nicht”, sagt Ben. “Hopfen ist wieder vom Weg gewesen. Dieser Hype heißt in den USA IPA, bei uns besteht das schon seit Jahren als Saison. Die Vereinigten Staaten entdecken unsere Bierstile wieder, die wir alle diese Jahre beibehalten haben, die aber etwas an Popularität verloren haben. Lassen wir die USA also nur das Marketing tun, das Handwerk bleibt bei uns. ”
 

Von frischen Säuren bis zu überraschendem Pfirsichbier und einzigartigen Bierpralinen

Und diesen Stil möchte ich nur allzu gerne ausprobieren. Braun und blond, dass kannte ich schon. Dunkelrosa auch, aber grün, das ist doch wohl ganz speziell! Das Kaktusbier lasse ich an mir vorbeigehen. Ein Château D’Ychouffe dagegen schmeckt einfach herrlich. Die frischen Säuren sind eine Erleichterung an diesem warmen Tag. Die Basis ist der Most von Trauben aus der Region Sauterne. In derselben Linie liegt Monks, ein dunkles Bier, aber am schönsten ist es wohl bei Dubuisson, einer Brauerei aus Mons. Ich komme für den Surfine, werde aber vom Bush Ambrée und dem Pêche Melbush verführt. Geschmäcker von Karamell, Nüssen und getrockneten Früchten. Ein Bierchen, um darauf zu kauen. Die Pfirsichvariante basiert auf demselben bernsteinfarbenen Bier mit Hinzufügung von Pfirsicharoma. Der Duft springt aus dem Glas, klebt aber glücklicherweise nicht im Mund. Der Mann hinter der Holztheke ist sehr überzeugend.
 
„Und das ist auch der Zweck”, erzählt Ben mir. “Die Brauereien senden ihre besten Mitarbeiter hierher, um diesen Bierliebhabern eine sachkundige und leidenschaftliche Erklärung zu geben. Das begegnet einem nicht so schnell. Dieses ist einfach der Rolls-Royce der Bierfeste”(lacht)! 
 
Ein anderer bemerkenswerter Stand ist der von SB Schock O Late, Pralinen auf Basis von Bier. „Das ist eine ganz andere Sache als Likörpralinen”, erzählt mir Schokoladenhersteller Sean Bael aus Gent. „Das Bier wird vollständig ausgekocht, sonst birst die Praline durch die Gärung. Es begann als Projekt von Studienabsolventen. Heute mache ich Pralinen nach Maß für „De Heeren van Liedekercke“ ( die Herren von Liedekercke), das beste Bierrestaurant der Welt.” Ich probiere davon eine auf der Basis von Chouffe Houblon, keine Ahnung, wie das Bier schmeckt, aber von den Pralinen esse ich am besten eine zweite.
 
Wollen Sie im folgenden Jahr gerne dabei sein? Dann umkreisen Sie auf jeden Fall in Ihrer Agenda das letzte Wochenende im Juni für die 17. Ausgabe des Bierpassieweekends!


Juni 2015
 

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