Erneuerung | das 21. Jahrhundert

Die Stadt Antwerpen arbeitet weiterhin an ihrem Äußeren, und gibt ihrem Straßenbild – wo nötig - eine seriöse Überarbeitung. Das architektonische Antwerpen des 21. Jahrhunderts definiert, erneuert und verjüngt sich zu einer lebens- und liebenswerten, offenen und modernen Stadt.

Alte Gebäude erhalten andere Bestimmungen. Architekten verwandeln die bestehenden Bauten fehlerlos in etwas Neues und fügen überraschende postmodernistische Elemente hinzu. Ein Getreidesilo ist nun das Museum für Zeitgenössische Kunst (Hedendaagse Kunst), eine Warenstation wurde zu einem Bankgebäude, eine Garage zur Permeke-Bibliothek. Die Modenation und das Verwaltungszentrum Den Bell sind in wiederaufgewerteten Gebäuden untergebracht. Und auch die alten Magazine auf dem Eilandje beginnen ein zweites Leben - als Lofts, Vertriebszentren, Geschäfte, Büros und Stadtarchiv.

Auch der Neubau drückt seinen Stempel der Antwerpener Innenstadt auf: Die Plantin Hogeschool (Hochschule), Jugendherberge, Designcentrum, De Meerminne auf dem Universitätscampus. Der neue Gerichtshof und Post Nord erwecken international Interesse. Und mit dem MAS beginnt das Zeitalter der „Wohntürme“, der Hochhäuser, wie der am Kattendijkdok.

Antwerpen konzentriert sich auf den öffentlichen Raum: Die Anlage von Straßen, Plätzen und Grünanlagen. Das gibt dem Antwerpener seine Kais und den freien Durchgang zu den Schelde-Ufern zurück – mit den Promenaden auf dem Eilandje und der Wiederanlage der Scheldekais. Der neue Theater- und Kievitplein, Sint-Paulusplaats, Ossenmarkt und Dageraadplein bieten Oasen der Ruhe. Gleich kommen der Limaplein, Cadixplein und Operaplein dazu. Park Spoor Noord ist eine „grüne Lunge“ gerade so wie die Konijnenweide („Karnickelpark“) und der erneuerte Stadtpark, die es in Kürze sein werden.

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Hauptbahnhof

Der Hauptbahnhof, von den Antwerpenern wegen seiner Pracht liebevoll „Eisenbahnkathedrale“ genannt, wurde 1905 eingeweiht. Bemerkenswert ist nicht nur das prunkvolle Bahnhofsgebäude im eklektischen Stil, sondern auch das Glasdach der Bahnsteighalle. Bis 2007 war der Bahnhof ein Kopfbahnhof, aber in jahrelangen Renovierungs- und Umbauarbeiten wurden unterirdische Gleistunnel angelegt. Dadurch ist der Antwerpener Hauptbahnhof nun auch für Hochgeschwindigkeitszüge geeignet. 2009 kürte das amerikanische Magazin Newsweek den Bahnhof zum viertschönsten
der Welt.

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